Von Mathias Knauer. Kamera: Rob Gnant, Bernhard Lehner.
Schweiz 1988, 16mm Farbe, commag, 17 Min. (25 B/s)
Verleih: Head-Film/Zoom
Zürich; Telefon-Service: 01 432 46 60 / Fax: 01 432 46 61 –
Leihmiete Fr. 40.00
oder durch die Produktion.
Mit Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm «Die
unterbrochene Spur» (1979-1982) und mit von Bernhard Lehner neu gedrehten
Bildern erzählt der Film, wie die Zürcher Arbeiterin Berta Urech in der Zeit
von 1933 bis 1945 in Zürich-Wipkingen als Helferin von Flüchtlingen gewirkt
hat. Zwar wussten viele Flüchtlinge und antifaschistische Emigranten, dass die
Schweiz als Asylland für jene reserviert bleiben sollte, die keine politischen
Schwierigkeiten bringen. Um der Abschiebung zu entgehen, wurden viele, die vor
dem Zugriff der Gestapo geflohen und auch in der Schweiz von Nazispitzeln und
der Polizei gesucht waren, bei Gesinnungsfreunden versteckt, oft für Wochen,
manche jahrelang.
Berta Urech, die 1985 mit 93 Jahren gestorben ist, erinnert
sich, wie sie und viele andere in einer Zeit, da die offizielle Schweiz vor dem
Faschismus kuschte, unbeirrt und mutig politische Emigranten betreut, ihnen
Unterkunft gesucht und sie trotz einfachster und enger Wohnverhältnisse
beherbergt haben.
Themen: Flüchtling Geschichte Solidarität Widerstand – Gesprächspunkte: Widerstand gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Antifaschistische Emigranten, politische Flüchtlinge. Flüchtlingspolitik der Schweiz im Zweiten Weltkrieg und heute. Flüchtlingshilfe von Hilfswerken, Privaten, Kirchen und Staat. Im Spannungsfeld zwischen Illegalität und Solidarität.
NB: der Kurzfilm kann als Vorprogramm, als Hinweis/Trailer für den Film Die unterbrochene Spur eingesetzt werden.
Sequenzliste und Texte des Filmes
© 2002 Mathias Knauer – Zum Seitenanfang