Pressestimmen zu El pueblo nunca muere

»Eine außergewöhnliche Überraschung im Jubiläumsprogramm der 20. Solothurner Filmtage war die filmische Version von Klaus Hubers Oratorium ‘Erniedrigt [...]’. Wie sich hier ein renommierter Filmdokumentarist, Mathias Knauer, mit seinem Ehrgeiz ganz hinter ein musikalisches Werk zurückstellt und gemeinsam mit dem Komponisten ebenso eindringliche wie provokative Bilder findet – das sucht schon seinesgleichen...« (Heiko R. Blum, Rheinische Post, Düsseldorf)

»Einen neuen Weg beschreitet El pueblo nunca muere ... Hier wurde nicht ein Konzert abgefilmt, mit Bildern vom Orchester oder von Solisten die Musik illustriert. Hier arbeiten die Bilder vom Ensemble mit der Musik, ebenso wie die Realbilder aus Wochenschauen, die Fotos, die Landschaftsbilder. Sie schaffen Zugänge, lenken über den Blick das Ohr auf Beziehungen in der Musik, in der genauso wie im Text Aussagen über politische Verhältnisse ihre Abbildung finden. Die Bilder helfen, Verborgenes herauszuholen, das oft nur das geschulte Ohr wahrnimmt...« (Gaby Schuylenburg, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, Hamburg)

»Stärkster Akzent der letzten Solothurner Tage: Mathias Knauers und Klaus Hubers ‘El pueblo nunca muere’ [...] Hier wird der Stoff plötzlich hart, wird Engagement gefordert, Anteilnahme provoziert, hier ist jede Beliebigkeit und Zufälligkeit aufgegeben – hier findet der Film eine mögliche Sprache, die unverwechselbar, genau und unsentimental ist.« (Verena Zimmermann, Basler Zeitung)

»Knauer setzt nicht auf impressionistische Stimmungsmache, seine Montage nimmt das vielfach gebrochene und komplex strukturierte Muster der Musik auf und arbeitet eher gegen die Agitation, die in den zum Teil als Schriften eingeblendeten Texten angelegt ist.« (Tages-Anzeiger, Zürich)

»Der neue Film von Mathias Knauer begeisterte durch seine Übereinstimmung vom Bild und Ton... Ein Kinogefühl, wie es bisher kaum zu erleben war...« (Schaffhauser Nachrichten)

»Voreilige, pseudorevolutionäre Kritik wurde an Mathias Knauer geübt, der mit ‘El pueblo nunca muere’ einen der herausragendsten Filme zeigte... ein zwar schwieriges, aber eindrückliches visuelles und akustisches Meisterwerk...« (poch-Zeitung, Basel)

»Hubers Komposition war für meine ungeübten Ohren neu, außergewöhnlich und beeindruckend... Der Film wirft Fragen nach der bildlichen Gestaltung von Musik auf... er hat auf alle Fälle einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen...« (Tagwacht, Bern)

»Knauer hat diese Bilder [der Aufführung] mit dokumentarischem Material ... kombiniert, was die Wirkung der peitschenden, verzweifelten Musik drastisch verstärkt.« (Luzerner Neueste Nachrichten)

»Einen der überzeugendsten Beweise, daß Konzertmusik ... sinnvoll durch das Bild ergänzt werden kann, liefert ... ‘El pueblo nunca muere’, der das etwas über 60 Minuten dauerende Musikwerk mit nur ganz kleinen Kürzungen vollständig wiedergibt; die akustisch hervorragende Wiedergabe wurde zu einem tiefen Erlebnis, nicht zuletzt auch, weil die Musik in dieser Version, in der die optische Präsenz immer mit der akustischen – und entsprechend auch der Entfernung – übereinstimmt, fast genauer durchhörbar ist als im durch den solistischen und instrumentalen Aufwand notgedrungen großen Konzertsaal.« (Fritz Muggler, Neue Zürcher Zeitung)

»Die Maxime dieser mit grausamen Originalbildern aus Lateinamerika ‘sprechenden’ Filmfassung einer Hörkomposition, Maxime überhaupt eines Film-Musik-Denkens von hohem Bewußtseinsgrad, lautet für Knauer: ‘Wir wollen versuchen, die Bilder mit der Musik arbeiten zu lassen, ohne illustrativ zu werden.’« (Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung)

»Der Film verlangt vom Zuschauer selbstverständlich ein genaues und geduldiges Hinhören auf die komplexe und vielschichtige Musik Klaus Hubers. Er vermittelt aber dank der guten Tonqualität und dank Knauers sorgfältig und sparsam gestalteten Bildebene ein eindrückliches und packendes Erlebnis künstlerischen Engagements.« (Niklaus Oberholzer, Vaterland, Luzern)